Praxis-IT & Telematik im Gesundheitswesen | LCE Medical IT

Kategorie: Telematik-Infrastruktur

  • Wichtige TI-Fristen für Apotheken

    Wichtige TI-Fristen für Apotheken

    Das TI-Setup in der Apotheke hat ein Ablaufdatum, und gleich mehrere Uhren ticken.

    Die Telematikinfrastruktur (TI) ist längst fester Bestandteil des Apothekenalltags, vor allem durch das E-Rezept. Doch viele Apotheken übersehen, dass zentrale TI-Komponenten technische Laufzeiten haben. Wer diese Fristen verpasst, riskiert Ausfälle im laufenden Betrieb.

    In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Teile Ihres TI-Setups ablaufen, welche Fristen jetzt relevant sind und wie Sie sich rechtzeitig absichern.

    Karten und Module: 5 Jahre Laufzeit

    SMC-B (Betriebskarte der Apotheke) und eHBA (Apothekerausweis) sind jeweils 5 Jahre gültig. Nach Ablauf ist kein Zugriff mehr auf die TI möglich, und damit auch kein E-Rezept-Abruf.

    Das gSMC-KT-Modul im Kartenterminal ist ebenfalls zeitlich begrenzt. Es authentifiziert das Gerät gegenüber der TI und muss nach 5 Jahren ersetzt werden.

    Tipp: Beantragen Sie Folge-SMC-B und eHBA spätestens 3 Monate vor Ablauf, damit keine Lücke entsteht.

    Kartenterminals: begrenzte Steckzyklen

    Auch Kartenterminals unterliegen einem natürlichen Verschleiß. Je nach Modell liegt die Lebensdauer bei etwa 200.000 Steckungen. Das entspricht rund fünf bis sechs Jahren intensiver Nutzung.

    Wird diese Grenze erreicht, steigt das Risiko für Lesefehler oder Totalausfälle – oft ohne Vorwarnung.

    Tipp: Prüfen Sie regelmäßig die Steckhistorie und tauschen Sie stark genutzte Terminals rechtzeitig aus.

    Konnektoren: Zertifikate laufen Ende 2025 ab

    Besonders wichtig ist der Blick auf die Konnektoren. Viele Apotheken verwenden noch sogenannte G3-Konnektoren. Deren Zertifikate laufen am 31. Dezember 2025 ab. Danach ist keine sichere Verbindung zur TI mehr möglich.

    Da die von den Herstellern angekündigte Übersicht betroffener Geräte, zum Beispiel von CGM, noch aussteht, empfiehlt sich ein proaktives Vorgehen:

    • Prüfen Sie, welches Modell Sie einsetzen.
    • Planen Sie frühzeitig die Umstellung auf eine Nachfolgelösung oder ein TI-Gateway.

    Warum das wichtig ist

    Ein abgelaufenes Zertifikat oder eine defekte Komponente kann gravierende Folgen haben:

    • E-Rezepte können nicht mehr abgerufen oder beliefert werden.
    • Die TI-Verbindung wird unterbrochen.
    • Im schlimmsten Fall steht der Betrieb still.

    Mit einem frühzeitigen Check behalten Sie den Überblick und sichern Ihre digitale Infrastruktur langfristig.

    Unser Service für Apotheken

    Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen:

    • Ablaufdaten von SMC-B, eHBA und gSMC-KT
    • Steckzyklen und Gerätestatus Ihrer Terminals
    • Generation und Zertifikatsstatus Ihres Konnektors

    Sie erhalten eine übersichtliche Auswertung und klare Handlungsempfehlungen, damit Ihr Apothekenbetrieb ohne Unterbrechung TI-fähig bleibt.

    Fazit

    Das TI-Setup ist kein statisches System, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Bausteine mit begrenzter Lebensdauer. Wer die Fristen kennt, behält die Kontrolle und kann gelassen in Richtung 2026 blicken.

  • TI-Anbindung für Hebammen

    TI-Anbindung für Hebammen

    Alles, was Sie jetzt wissen müssen

    Zwischen Hausbesuchen, Rufbereitschaft und Dokumentation bleibt wenig Luft für Extra-Bürokratie.

    Das hören wir oft von Hebammen. Genau hier setzt die Telematikinfrastruktur (TI) an: Sie schafft sichere, digitale Wege, die Abläufe verschlanken und die Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Kliniken und Krankenkassen vereinfachen.

    In diesem Beitrag beantworten wir die wichtigsten Fragen zur TI-Einführung für Hebammen: verständlich, alltagsnah und praxisorientiert.

    Inhalt

    Was ist die TI überhaupt?

    Die Telematikinfrastruktur ist das sichere digitale Netzwerk des deutschen Gesundheitswesens. Über definierte Anwendungen (z. B. KIM – Kommunikation im Medizinwesen, ePA – elektronische Patientenakte, perspektivisch TI-Messenger) tauschen Leistungserbringer medizinische Informationen verschlüsselt und rechtskonform aus.

    Das Ziel: schneller, weniger Papier, weniger Medienbrüche.

    Warum betrifft die TI auch Hebammen?

    Hebammen sind zentral in der Versorgung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Mit der TI können Sie Befunde sicher erhalten, Anfragen digital klären und Abrechnungen effizienter einreichen ohne Fax und Postwege. Für Hebammen sind u. a. KIM (sicherer E-Mail-Dienst innerhalb der TI) und Leserechte in der ePA mit Einwilligung der Mutter besonders relevant.

    Ab wann ist die Anbindung verpflichtend?

    Nach geltender Rechtslage sieht § 360 Abs. 8 SGB V den verpflichtenden Anschluss der Heilmittelerbringer (dazu zählen u. a. Physio-, Ergo-, Logo-Praxen – häufig in den gleichen Zeitplänen genannt wie Hebammen) zum 01.01.2026 vor.

    Brancheninformationen und Verbandsmeldungen bestätigen diese Zielmarke: zugleich wird politisch über eine spätere Frist diskutiert (zuletzt stand eine Verschiebung auf den 01.10.2027 im Raum).

    Unsere Empfehlung: vorbereiten, als gelte 2026, damit Sie nicht unter Zeitdruck geraten.

    Was bringt die TI im Hebammen-Alltag?

    Auch wenn „TI“ technisch klingt, spürbar ist sie im Ablauf. Typische Vorteile:
    • Weniger Papier & Wege: Dokumente digital senden/empfangen statt faxen oder per Post.
    • Sichere Kommunikation: KIM stellt einen geschützten Kanal zwischen berechtigten Partnern bereit.
    • Besser vernetzt: Schnellere Rückfragen mit Ärzt:innen/Kliniken, perspektivisch auch per TI-Messenger (TIM).
    • ePA nutzen: Mit Einwilligung der Mutter Befunde/Pläne einsehen – ohne endloses Zettel-Scannen.

    Diese Routineaufgaben werden mit TI leichter

    So verändert die TI konkrete To-dos:

    • Arztbrief sicher anfordern/übermitteln (z. B. Rücksprache mit Gynäkologie/Pädiatrie) ⇨ KIM statt Fax/Brief
    • Rückfragen „zwischendurch“ klären (Medikationshinweise, Terminabstimmungen mit Klinik) perspektivisch TI-Messenger statt Telefon-Pingpong.
    • Abrechnungsunterlagen digital einreichen schneller, nachvollziehbar, ohne Papierstapel
    • Befunde/Impfstatus/Pläne einsehen (mit Einwilligung): ePA-Leserechte unterstützen Beratung & Verlaufskontrolle
    • Geburts- & Wochenbett-Dokumentation strukturiert ablegen weniger Medienbrüche zwischen Praxissoftware, Klinik und Ärzteschaft (KIM/ePA)
    • Termin- und Kursorganisation ⇨ digitale Wege reduzieren Rückfragen (in Kombination mit Ihrer Praxissoftware)
    • Hausbesuch unterwegs mobile Nutzung der TI-Dienste (TIM perspektivisch auf Smartphone/Tablet)

    Welche Voraussetzungen brauche ich als Hebamme?

    Für den Anschluss benötigen Sie je nach Setting (freiberuflich, Praxis, Geburtshaus):

    • eHBA (elektronischer Heilberufsausweis) zur sicheren Identifikation und qualifizierten Signatur
    • SMC-B (Institutionskarte) – für Praxen/Geburtshäuser
    • TI-Zugang (heute meist via Konnektor/VPN; bei TI 2.0 zunehmend als gemanagter/Cloud-Zugang)
    • Kartenlesegerät und TI-fähige Hebammensoftware
    • KIM-Dienst (empfohlen)

    Die gematik stellt dazu eine Checkliste speziell für Hebammen bereit; eHBA/SMC-B erhalten Sie zentral über das eGBR.

    Was kostet die Anbindung?

    Kosten hängen von Anbieter, Ausstattung und Servicegrad ab (z. B. Karten, KIM, Zugangsdienst, Einrichtung, ggf. Managed-TI).

    Ein Teil wird über Refinanzierungen/Förderpauschalen getragen; Details variieren und können sich ändern.

    Planen Sie einen moderaten Eigenanteil, insbesondere, wenn Sie Managed-/Cloud-Lösungen und Schulungen wünschen. (Wir besprechen das transparent im Erstgespräch und berücksichtigen aktuelle Pauschalen.)

    Wie läuft die Anbindung ab?

    In der Regel so:

    1. Beratung & Bedarfserhebung – individuell für Ihr Setting angepasst
    2. Bestellung der Komponenten (z. B. eHBA, Kartenterminal, VPN-Zugang)
    3. Installation & Einrichtung vor Ort oder remote
    4. Schulung im Umgang mit den neuen Abläufen
    5. Test & Freischaltung der TI-Funktionen

    Wir empfehlen, den Prozess nicht zu unterschätzen – insbesondere der eHBA kann mehrere Wochen Bearbeitungszeit benötigen.

    Welche Stolperfallen gibt es bei der TI-Anbindung?

    • Zu spät anfangen: Karten, Verträge und Schulungen brauchen Vorlauf: gerade vor Stichtagen wird es eng.
    • Technik ohne Blick nach vorn: Achten Sie auf Krypto-Umstellung & TI-Roadmap (TIM/ePA), um doppelte Investitionen zu vermeiden.
    • Nur Technik, keine Menschen: Planen Sie klare Zuständigkeiten, kleine Leitfäden und Kurzschulungen.
    • Alles allein stemmen: Nutzen Sie erfahrene Partner, die TI im Alltag mit Ihnen denken (Mobilität, Wochenbett, Kursbetrieb).

    Fazit: Digital, sicher und mehr Zeit für die Familien

    Die TI ist kein zusätzlicher Papierberg, sondern ein Werkzeug, das Hebammen spürbar entlasten kann, vorausgesetzt, Sie richten es passgenau auf Ihren Alltag aus. Wer jetzt strukturiert vorbereitet, startet ruhig in die neue Phase der Versorgung.

    Weiterführende Infos & Unterstützung

    Sie möchten tiefer einsteigen? In unseren kostenfreien Online-Terminen erklären wir die TI-Anbindung speziell für Heilmittelerbringer – mit Fokus auf Hebammen und Zeit für Ihre Fragen.

    Schauen Sie in unseren Veranstaltungskalender und wählen Sie Ihren Wunschtermin.

    Oder Sie möchten direkt sprechen? Kontaktieren Sie uns. Wir schauen auf Ihr Setting (freiberuflich, Praxis, Geburtshaus) und priorisieren gemeinsam die nächsten Schritte.

  • Elektronische Ersatzbescheinigung & Online Check‐in – was Ihre Praxis wissen muss

    Elektronische Ersatzbescheinigung & Online Check‐in – was Ihre Praxis wissen muss

    In der Digitalisierung des Gesundheitswesens gibt es zwei relativ neue Verfahren, die Kosten- und Verwaltungsprozesse in der Praxis vereinfachen sollen – und gleichzeitig den Service für Patient:innen erhöhen: die elektronische Ersatzbescheinigung (eEB) für gesetzlich Versicherte und der Online Check-in für privat Versicherte. In diesem Beitrag erfahren Sie, was diese Neuerungen bedeuten, worauf Sie als Praxis achten müssen – und wie Sie sie praktisch umsetzen können.

    Für wen?
    Zweck
    Elektronische Ersatzbescheinigung (eEB)
    Gesetzlich Versicherte (GKV), wenn die Gesundheitskarte nicht vorgezeigt werden kann oder nicht lesbar ist.
    Ersatznachweis der Versicherungsdaten (z. B. Krankenversichertennummer, Versicherungsstatus) auf elektronischem Weg über KIM in die Praxis.
    Online Check-in (OCI)
    Privat Versicherte (PKV), da diese keine eGK besitzen.
    Einmalige Übermittlung der Krankenversicherten-Nummer und weiterer Basisdaten an die Praxis – nötig z. B. für E-Rezepte und zur Befüllung der elektronischen Patientenakte.

    Warum wurden diese Verfahren eingeführt?

    Wie funktioniert das praktisch?

    1. Teilnahme an KIM

    Die Praxis muss über einen KIM-Postfachanschluss verfügen und in der Lage sein, KIM-Nachrichten zu empfangen.

    2. Praxissoftware / PVS-Kompatibilität

    Die Praxisverwaltungssoftware muss die Funktion haben, die über KIM eingehenden Daten aus eEB oder Online Check-in einzulesen und zu verarbeiten. Falls das nicht der Fall ist, müssen Sie mit Ihrem Softwareanbieter klären, wann diese Funktion bereitsteht.

    3. QR-Code für Praxis / Einrichtung

    Die Praxis generiert eine individuelle QR-Code auf Basis der eigenen KIM-Adresse. Diesen QR-Code stellt man sichtbar in der Praxis (z. B. am Tresen) oder online auf der Praxis‐Website zur Verfügung. Patient:innen scannen ihn mit der App ihrer Krankenkasse bzw. PKV. 

    >>> QR-Code oder PDF erzeugen <<<

    4. Kommunikation & Information

    Informieren Sie Ihre Patient:innen darüber, dass diese Verfahren existieren, wie sie funktionieren und wann sie eingesetzt werden können. Auch das Personal in der Praxis sollte wissen, wie damit umgegangen wird (z.B. was zu tun ist, wenn ein QR-Code gescannt wurde und eine KIM-Nachricht eingegangen ist).

    Ablauf für Patienten

    1

    Patient öffnet die App ihrer GKV oder PKV, sofern das Verfahren unterstützt wird.

    2

    Die Person scannt vor Ort (oder ggf. im Voraus) den QR-Code der Praxis.

    3

    Zustimmung zur Datenübermittlung: Name, Geburtsdatum, Krankenversichertennummer etc. werden der Praxis über eine KIM-Nachricht übermittelt.

    4

    Praxis erhält die Nachricht, prüft sie kurz und übernimmt die Daten ins System.

    Wichtige Hinweise & Grenzen

    Wichtige Hinweise & Grenzen

    Die elektronische Ersatzbescheinigung und der Online Check-in sind sinnvolle digitale Ergänzungen, die Versicherten und Praxen viele Vorteile bringen – wenn Praxis und Technik gut vorbereitet sind. Für gesetzlich Versicherte bedeutet eEB Sicherheit, wenn die Gesundheitskarte nicht greift; für Privatversicherte bringt der Online Check-in Zugang zu digitalen Anwendungen, die ohne KVNR nicht möglich sind.

    Wenn Sie als Praxisbetreiber:in oder Leitung eines MVZ oder Einrichtung Unterstützung brauchen (technische Anbindung, Kommunikation mit Software-Hersteller, Patienteninformation), helfen wir Ihnen gern weiter.

  • TI-Anbindung für Physiotherapeuten

    TI-Anbindung für Physiotherapeuten

    Alles, was Sie jetzt wissen müssen

    Ab 2026 werden auch Physiotherapiepraxen schrittweise an die Telematikinfrastruktur (TI) angebunden. Was bedeutet das konkret? Welche Fristen gelten? Und was kommt auf Sie als Praxisinhaberin oder Therapeutin zu?

    In diesem Beitrag beantworten wir die wichtigsten Fragen zur TI-Einführung für Heilmittelerbringer – klar, verständlich und praxisnah.

    Inhalt

    Was ist die TI überhaupt?

    Die Telematikinfrastruktur (TI) ist ein sicheres digitales Netzwerk, das die Akteure im Gesundheitswesen miteinander verbindet. Ziel ist es, Informationen schneller, effizienter und datenschutzkonform auszutauschen – z. B. zwischen Praxen, Krankenkassen, Apotheken und Krankenhäusern.

    Warum müssen nun auch Physiotherapeuten an die TI?

    Der Gesetzgeber schreibt die TI-Anbindung schrittweise für alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen vor. Ziel ist ein einheitlich vernetztes Gesundheitssystem – unabhängig davon, ob Sie in einer Arztpraxis, einem Pflegeheim oder einer Physiotherapieeinrichtung arbeiten.

    Ab wann ist die Anbindung verpflichtend?

    Laut aktueller Gesetzgebung gilt:

    • Ab 01.01.2026: Praxen der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und weitere Heilmittelerbringer müssen an die TI angebunden sein.
    • Wer die Fristen nicht einhält, muss mit Honorarkürzungen oder anderen Sanktionen rechnen.

    Diese Frist kann sich noch verschieben – wir empfehlen aber, sich rechtzeitig vorzubereiten.

    Was bringt die TI im Praxisalltag?

    Auch wenn die TI zunächst nach Mehraufwand klingt, ergeben sich mittelfristig zahlreiche Vorteile:

    • Weniger Papierkram durch digitale Prozesse.
    • Schnellere Kommunikation mit Ärzt*innen, Krankenkassen oder anderen Einrichtungen (z. B. per KIM – Kommunikation im Medizinwesen).
    • Einheitliche Standards beim Umgang mit Patientendaten.
    • Zukunftssicherheit, wenn weitere digitale Anwendungen verpflichtend werden (z. B. eRezept, eAkte).

    Welche Voraussetzungen braucht meine Praxis?

    Für die Anbindung benötigen Sie:

    • Einen TI-Konnektor (entfällt perspektivisch bei Nutzung der TI 2.0).
    • Einen eHBA (elektronischer Heilberufsausweis), um sich sicher zu authentifizieren und Dokumente digital zu signieren.
    • Einen VPN-Zugangsdienst zur sicheren Verbindung mit der TI.
    • Eine Praxissoftware, die TI-fähig ist.
    • Optional: KIM-Dienst, Kartenterminal, ggf. weitere Module je nach Anwendung.

    Unser Tipp: Lassen Sie sich frühzeitig beraten, welche Kombination aus Hardware, Software und Dienstleistungen für Ihre Praxis sinnvoll ist – insbesondere im Hinblick auf kommende Anforderungen wie eRechnung oder Archivierung.

    Was kostet die Anbindung?

    Die Kosten variieren je nach Anbieter und technischer Ausstattung. Der Gesetzgeber hat für viele Komponenten eine Refinanzierung über die GKV vorgesehen – z. B. für den Konnektor, den VPN-Dienst oder den eHBA. Wichtig: Einige dieser Pauschalen sind befristet oder gedeckelt.

    Planen Sie dennoch mit einem gewissen Eigenanteil – insbesondere, wenn Sie weiterführende Services oder moderne Cloud-Lösungen nutzen möchten.

    Wie läuft die Anbindung ab?

    In der Regel so:

    1. Beratung & Bedarfserhebung – individuell für Ihre Praxisgröße und -struktur
    2. Bestellung der Komponenten (z. B. eHBA, Kartenterminal, VPN-Zugang)
    3. Installation & Einrichtung vor Ort oder remote
    4. Schulung des Teams im Umgang mit den neuen Abläufen
    5. Test & Freischaltung der TI-Funktionen

    Wir empfehlen, den Prozess nicht zu unterschätzen – insbesondere der eHBA kann mehrere Wochen Bearbeitungszeit benötigen.

    Welche Stolperfallen gibt es bei der TI-Anbindung?

    • Zu spät starten: Die Fristen wirken noch weit entfernt – aber viele Prozesse (z. B. HBA-Beantragung, Fördermittel) brauchen Zeit.
    • Ungeeignete Technik: Manche Billiglösungen sind kurzfristig günstig, langfristig aber unflexibel.
    • Keine Schulung: Eine gute TI-Einführung umfasst auch die Menschen – nicht nur die Technik.
    • Allein versuchen: Es gibt erfahrene Partner, die sich um Technik, Fördermittel und Umsetzung kümmern – nutzen Sie das.

    Fazit: Früh planen, gut begleiten lassen

    Die TI kommt – und sie betrifft auch Ihre Physiotherapiepraxis. Je früher Sie sich damit beschäftigen, desto entspannter wird die Umstellung.

    Der wichtigste Schritt? Sich informieren.

    Weiterführende Infos & Unterstützung

    Sie möchten tiefer einsteigen? In unseren kostenfreien Info-Veranstaltungen zur TI-Anbindung erklären wir alles noch einmal im Detail – mit Raum für Ihre Fragen.

    Oder Sie möchten direkt sprechen? Dann nutzen Sie unser Kontaktformular und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.

  • Konnektor Fehler: schwarzes Display, keine Funktion

    Konnektor Fehler: schwarzes Display, keine Funktion

    Sie haben bei Ihrem Konnektor folgendes Fehlerbild: das Display ist schwarz und der Konnektor zeigt keine Funktion?

    Konnektoren mit Auto-Update-Funktion: Diese melden sich täglich beim Update-Server, um nach neuen Versionen zu suchen. Wird dort eine Version gefunden, wird diese lokal heruntergeladen. Bei Konnektoren mit eingeschalteter Auto-Update-Funktion wird dieses lokale Update in der Nacht vom 05. auf den 06. September 2023 automatisch eingespielt. Es kann zu dem Problem kommen, dass einige G4-Konnektoren ab heute ein Fehlerbild aufweisen.

    Was ist zu tun?

    a) Fehlerbeschreibung:
    Das Display vom Konnektor ist schwarz, der Konnektor zeigt keine Funktion.
    b) Eigenständige Prüfung durch den Kunden:
    Vor der Defekterklärung ist der Konnektor vom Strom zu trennen, ca. 20 Minuten zu warten, danach den Strom anschließen und den Zustand prüfen.
    Bleibt danach das oben beschriebene Fehlerbild bestehen, so ist das Geräte irreparabel beschädigt.

    Bitte melden Sie sich bei uns für die Terminvereinbarung eines Austauschs.

    Vielen Dank für Ihr Verständnis

  • Release Firmware-Update: Verwendung der gSMC-KT Version 2.1 mit eGK-Tastaturen G87-1505 für noch mehr Sicherheit

    Release Firmware-Update: Verwendung der gSMC-KT Version 2.1 mit eGK-Tastaturen G87-1505 für noch mehr Sicherheit

    Ab jetzt können auch die neuen Sicherheitskarten (gSMC-KT 2.1) für die eGK-Tastaturen verwendet werden. Für die Unterstützung der neuen Kartengeneration der gSMC-KT benötigen die eGK-Tastaturen ein Firmware-Update. Dieses Firmware-Update 3.3.3 ist vom BSI zugelassen und steht ab sofort zur Verfügung.

    Release Firmware-Update: Verwendung der gSMC-KT Version 2.1 mit eGK-Tastaturen G87-1505 für noch mehr Sicherheit

    Alle Vorteile nutzen: Die neue Kartengeneration gSMC-KT 2.1 unterstützt im Gegensatz zur gSMC-KT Version 2.0 zusätzlich den ECC-Algorithmus (elliptische Kurven) und erfüllt dadurch die erhöhten Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Einsatz wird noch sicherer.

    So funktioniert das Update der eGK-Tastaturen

    Das Firmware-Update wird über den praktischen CHERRY eHealth Device Manager durchgeführt. Eine Aktualisierung über den KSR ist NICHT möglich. So wird sichergestellt, dass keine automatischen Updates der Kartenterminals erfolgen, bevor der Konnektor aktualisiert wurde. Die Verbindung zum Konnektor muss demnach vor dem Update der eGK-Tastaturen getrennt werden. Ein Update über den Konnektor wird nicht empfohlen, da das Update der TSL nur über den CHERRY eHealth Device Manager durchgeführt werden kann.

    Wir zeigen Ihnen wie: Alle Informationen zur Durchführung des Updates über den eHealth Device Manager erhalten Sie in einer schrittweisen Anleitung hier:

    Installationsanleitung Firmware Version 3.3.3

    Schritte im Überblick:

    1. Update der eGK-Tastatur
      1. Entfernen des Pairings von eGK-Tastatur und Konnektor 
      2. Tausch der gSMC-KT 
      3. Update der TSL 
    2. Aktualisierung des Konnektors 
    3. Konfiguration des Konnektors 
    4. Durchführung des neuen Pairings 

    [WPSM_AC id=211]

    Release Firmware-Update: Verwendung der gSMC-KT Version 2.1 mit eGK-Tastaturen G87-1505 für noch mehr Sicherheit

    Sie haben Interesse an einem neuen Cherry ST-1506? Dann kommen Sie gern auf uns zu.